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Sitzung des Zukunftsausschusses - gute Erfahrungen mit FSJ
Der Turnverein zu Altdorf hatte zur Mitgliederversammlung 2011 geladen und der Saal im Sportpark war gut gefüllt. Vorsitzender Horst Topp begrüßte die Mitglieder, unter ihnen auch 1. Bürgermeister Erich Odörfer, 2. Bürgermeister Dr. Hartmut Herzog sowie Lorenz Märtl vom „Boten“ - er schrieb den Bericht über die angestandenen Ehrungen. Ein besonderer Gruß galt den Ehrenmitgliedern Eva Roth, Dr. A.P. Beer und Werner Merk mit ihren Ehepartnern.
Im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder ging der 1. Vorsitzende besonders auf die Verdienste von Walter Volz und Helmut Neudert ein. Walter Volz ein „Urgestein“ des Altdorfer Turnens, der nicht nur als Turnvater, sondern auch als Organisator der legendären Kinder-Faschingsbälle das Vereinsleben jahrzehntelang mitgeprägt hat. Ebenso unvergesslich Helmut Neudert, der zuerst als aktiver Handballer und dann über mehr als 40 Jahre im Vorstand, besonders als Steuerfachmann, mitgearbeitet hat.
Der Verein zählte zum Jahreswechsel 2.545 Mitglieder in 17 Abteilungen - rund 80 ausgebildete Ü-Leiterinnen und Ü-Leiter bieten wöchentlich über 200 Trainingsstunden an. Seit der Einführung des G 8 und der Ganztagesschulen ist ein Rückgang bei den Jugendlichen zu vermerken. Umso unverständlicher ist, dass beim Ganztagesbetrieb in den Schulen die örtlichen Vereine nicht mit einbezogen werden. Weh tut vor allem, wenn man hört und liest, dass die VHS Fachleute einsetzt und damit zum Ausdruck bringt, die Sportvereine könnten das nicht – das Gegenteil ist der Fall, die VHS ist eine Erwachsenenbildungseinrichtung, die Sportvereine verfügen über gut ausgebildete Ü-Leiter im Jugendbereich, die altersgerechten Sport anbieten können – und gerade der Sport ist ganz wichtig beim Ganztagesschulbetrieb.
Ein ganz dickes Lob richtete Horst Topp an die Abteilungs- und Übungsleiter- innen, die sehr viel Freizeit für den Verein ehrenamtlich investieren. Mit Robin Rohr konnte ein junger, engagierter Sportler gefunden werden, der den TV im Rahmen eines freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) vielseitig unterstützt. Dank seines Engagements konnte die Heidelberger Ballschule neu im Verein eingeführt werden Er hält Sportstunden in Kindergärten, Ganztagesklassen, in Abteilungen, bei Sportarbeitsgemeinschaften ab und hilft außerdem im Geschäftszimmer bei Projekten und in der Verwaltung mit. Auch in den kommenden Jahren unterstützt der TV junge Menschen, die sich nach der Schulzeit gesellschaftlich engagieren und Verantwortung in einem FSJ übernehmen wollen. Für 2011/12 laufen momentan die Bewerbungen, Meldeschluss beim BLSV ist der 31. Mai - Absolventen des FSJ im Sportverein werden zu vollwertigen Übungsleitern ausgebildet – sie arbeiten 38,5 Wochenstunden und verdienen ca. 400 Euro brutto.
Der TV 1881 wird immer mehr zum Dienstleister. Mit diesem und vielen weiteren gesellschaftlichen Trends befasst ein neu eingerichteter „Zukunftsausschuss“ unter der Leitung von Gerhard Honold (wir berichteten). In einem ersten abteilungsübergreifenden Workshop wurden auf Grundlage einer umfassenden Analyse Stärken und Schwächen des TV definiert sowie Handlungsfelder eingegrenzt, um konkrete Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Denn der TV 1881 möchte auch in Zukunft Bürgerinnen und Bürger in allen Altersklassen mit attraktiven Angeboten für Sport und Bewegung begeistern. Die hohe Nachfrage nach den im letzten Jahr neu eingeführten zertifizierten Kursangeboten im Gesundheitssport bestätigt den eingeschlagenen Weg.
Die Kassenlage, die heuer als gesund bezeichnet werden kann, wird hauptsächlich von den Sanierungsmaßnahmen am Sportpark und der Judohalle geprägt, die mittlerweile bereits mehr als 200.000 Euro verschlungen haben und bei weitem noch nicht abgeschlossen sind, sowie vom Energieaufwand, der jährlich mehr als 40.000 € ausmacht. Werner Reichelt, der Kassier stellte die finanzielle Lage des Vereins vor. Im Jahr 2010 konnte ein kleiner Überschuss erwirtschaftet werden, da die Sanierungsarbeiten in diesem Zeitraum nicht so groß ausfielen und erstmals die Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge voll in die Jahresrechnung einflossen. Wie auch schon Horst Topp erwähnte, gibt es für die kommenden Jahren hier keinen Spielraum mehr. Anschließend wurde der Vorstand entlastet und der der vorgelegte Haushaltsplan 2011 genehmigt.
Mit Norbert Hirschmann konnte ein weiterer Schriftführer gefunden, der von der Versammlung einstimmig in die Vorstandschaft nachgewählt wurde.
Ein Dankeschön ging an den 1. Bürgermeister und den Stadtrat, den Landrat, der Grüße und einen Scheck übermittelt hat und an den Kreistag für die gute Zusammenarbeit und die großzügige Unterstützung.
Die Jahresberichte der Abteilungen lagen in schriftlicher Form auf, der 1. Vorsitzende machte daraus einen Zusammenschnitt. Sportliche Erfolge gab es eine ganze Menge: An ihrer Spitze wohl Philipp Bitzenbauer (Weltpokalsieger im Kickboxen) und Petra und Klaus Pfaffl (sh. Bild), Deutsche Judomeister bei den Senioren Ü30. Dazu kommt im Judo noch Katharina Bösel als Süddeutsche Meisterin (U14). Bei den Mannschaften gab es einen Vizetitel bei den Judo-Damen in der 2. Bundesliga und einen Bezirkstitel der Judo-Herren, den Klassenerhalt der Volleyball-Damen in der Regionalliga, einen Aufstieg der TT-Herren in die Landesliga, der Sportkegler in die Bezirksoberliga, sowie viele knapp verpasste Aufstiege wie auch den Klassenerhalt in der Landesliga (TT-Damen), in Bezirksoberligen (Handball) und Bezirksligen (Basketball und Badminton).
Auch dieses Jahr beteiligte sich der Turnverein bei „Altdorf putzt sich raus“, sowie am Ferienprogramm der Stadt Altdorf. Das Jedermann-Handball-Tunier findet voraussichtlich am 23. Juli statt, der Halbmarathon (hier werden noch viele Helfer benötigt) am 17. Juli und der Tennis-Jugend-Cup am 15.-17. Juli auf der TV-Anlage.
Der 1. Vorsitzende bedankte sich bei allen Erschienenen für ihre Geduld und wünschte allen Mitgliedern ein gutes und erfolgreiches Sportjahr 2011.
Johannes Baltzer, Pressewart

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